Studium

Die größte technologische Herausforderung aller Unternehmen in der Region ist das Thema Digitalisierung und Datentechnologie im Zusammenhang mit realer Produktion und Maschinenbau. Die größten Chancen sehen die Unternehmen darin, aus der Digitalisierung Nutzen für Kunden zu schaffen, u.a. auch im Bereich der Nachhaltigkeit.

Deshalb wurde als inhaltlicher Schwerpunkt des Lehr- und Forschungscampus das Thema „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ gelegt, im Bereich der Persönlichkeitsbildung das Thema „Führung“ als Schwerpunkt festgelegt.

Die regionalen Unternehmen haben zusammen mit dem Landkreis Freudenstadt und der IHK Nordschwarzwald den Verein „Hochschulcampus Nordschwarzwald e.V.“ gegründet, dieser ist Träger der Centrum für Digitalisierung, Führung und Nachhaltigkeit Schwarzwald gGmbH (kurz: Campus Schwarzwald gGmbH).

Als kooperierende Universität konnte die Universität Stuttgart gewonnen werden.

Die Bildungslandschaft in der Region Nordschwarzwald ist, neben der sehr guten grundständigen Berufsbildung, geprägt durch die Ansiedlung der Außenstelle der Dualen Hochschule Stuttgart in Horb. Diese ist für die Unternehmen der Region ein wertvoller und intensiv gut genutzter Partner für Ingenieurausbildung auf Bachelor-Niveau.

Im Bereich exzellenter universitärer Ausbildung auf Masterniveau und in der Anbindung an universitäre Forschung ist in der Region kein Angebot vorhanden. Durch die rasanten technologischen Umbrüche werden jedoch mitarbeitende auf diesem Niveau dringend benötigt. Deshalb war es von Anbeginn das Ziel der Initiative, keine weitere Hochschule in Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen und ohne Mehrwert zu schaffen, sondern einen neuen exzellenten Bildungsgang und ein weitergehendes universitäres Angebot in Forschung und Technologietransfer in Zusammenarbeit mit einer Universität zu etablieren. Insofern stellt die Initiative eine sinnvolle Ergänzung der Bildungslandschaft in der Region dar.

Inhaltliche Ausrichtung nach den Bedürfnissen der Unternehmen: Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Produktion und im Maschinenbau, Führungs- und Managementkompetenzen. Dies ist eine Folgerung aus der Entwicklung, mit der alle Unternehmen konfrontiert sind: Zukünftig werden verstärkt Methoden von „Data Analytics“, „Artificial Intelligence“ und „Digital Twin“ in der Produktion und im Maschinenbau eingesetzt.

Deshalb wurde das Spezialisierungsfach "digitalisierte und nachhaltige Wertschöpfung", integriert in die Studiengänge des Maschinenbaus und Technologiemanagement der Universität Stuttgart, aufgebaut.

 

Exzellente räumliche Ausstattung geplant mit dem Aufbau eines Campusgeländes mit Lehr- und Forschungsräumen, mit großem und exzellent ausgestattetem Labor, mit Veranstaltungsraum, mit neuem Wohnkonzept für Studierende und Technologietransferzentrum Verzahnung mit den regionalen Marktführern ermöglicht eine neue Qualität in der Praxisnähe des Master Studiums.

  • Coaching Programm für die Studierenden durch Firmeninhaber und oberes Management der beteiligten Unternehmen
  • Durchführung von Verbund- und Forschungsprojekten, Zugang der regionalen Mittelständler zur Universität
  • Förderung von Ausgründungen und Aufbau eines Technologiezentrums

Mit diesem universitären Spezialisierungsfach im Maschinenbau Masterstudium der Universität Stuttgart wird durch die Kombination der Elemente ein einmaliger Weg beschritten und ein neues Berufs- bzw. Ingenieursprofil in der Verbindung von Maschinenbau, IT- und Datentechnik geschaffen. Gemeinsam mit dem Angebot an der Bildung von Führungskompetenzen und der engen Verzahnung mit der industriellen Wirklichkeit hat dieses Angebot eine hohe Alleinstellung und Attraktivität.

Der Campus Schwarzwald fördert durch umfangreiche Betreuungsleistungen und eine aktive Netzwerkarbeit das rasante Wachstum dieses Spitzentechnologie-Standortes. Gesellschafter sind die Stadt Freudenstadt, die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald und aktuell 13 Unternehmen aus der Region Schwarzwald. Als Betreiber des Technologieparks ist der Campus Schwarzwald zentraler Ansprechpartner für alle Unternehmen. Eigentümerin der Gebäude ist die Kreissparkasse Freudenstadt. Partner in allen Mietangelegenheiten und der Vermieter der Büro- und Laborflächen ist der Campus Schwarzwald. Der Campus Schwarzwald berät zusammen mit seinen Kooperationspartnern Gründungsvorhaben aus den Bereichen Maschinenbau- und produzierenden Industrie sowie anderen technologisch und wissensbasierten Bereichen hinsichtlich der Durchführung und Finanzierung ihrer Vorhaben und erhöhen damit die Attraktivität von Freudenstadt als Standort für Startups. Darüber hinaus fördert der Campus Schwarzwald, gemeinsam mit Pioniergeist die Gründerszene der Region durch regelmäßige Veranstaltungen wie Networking Events, Planspiel- und Businessplanwettbewerbe sowie fachspezifischer Kongresse.

Lokal arbeitet der Campus Schwarzwald bei Förderprojekten und Öffentlichkeitsarbeit eng mit den stärksten Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Hierzu haben sich Forschungseinrichtungen, wie das Fraunhofer IPA (Institut für Produktionstechnik und Automatisierung), die Universität Stuttgart, Technologie-Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau- und Produktion, die Stadt Freudenstadt, der Landkreis Freudenstadt in einem Verein, dem Hochschulcampus Nordschwarzwald e.V., zusammengeschlossen.

Der Verein verstärkt Kooperation und den Technologietransfer zwischen öffentlichen Forschungseinrichtungen und Unternehmen der privaten Wirtschaft und er fördert den Ausbau der regionalen Infrastruktur für Forschung und Entwicklung.

Die Aktivitäten des Vereins betreffen die Netzwerkarbeit innerhalb der Region, die Öffentlichkeitsarbeit sowie den Auf- und Ausbau von Kontakten zu anderen Clustern im europäischen Maschinenbau- und produzierenden Industrie.

Der Campus Schwarzwald stellt in enger Zusammenarbeit mit den in der Region ansässigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowohl Praktikumsplätze, wie auch die Möglichkeit der wissenschaftlichen Mitarbeit und des Austausches von Wissenschaftlern fremder Unternehmen und Wissenschaftsbetrieben zur Verfügung. So soll ein wachsendes Verständnis untereinander herbeigeführt und internationale Kollaboration vereinfacht und praktisch initiiert werden. Er kooperiert mit einer Vielzahl lokaler, nationaler und internationaler Institutionen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und politischer Einrichtungen.

Vorlesungen

Das Thema Digitalisierung und Datentechnologie ist die größte technologische Herausforderung aller kleinen und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg - im Zusammenhang mit realer Produktion und Maschinenbau. Ebenso wie die Nachhaltigkeit grundlegendes Element des Wirtschaftens sein muss, wird für die Industrie die digitale Innovation eine Schlüsselkompetenz sein, die für eine erfolgreiche Zukunft der Unternehmen unabdingbar ist. Die Unternehmen im Raum Freudenstadt und die Universität Stuttgart engagieren sich deshalb im Themenfeld „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ mit einem Studienangebot, um dafür Kompetenzen aufzubauen. Damit unterstützen die Partner die Zielsetzung der Landesregierung, den Digitalisierungsprozess in der Ingenieurausbildung zu stärken. Als ergänzender Schwerpunkt im Bereich der Persönlichkeitsbildung in der Ingenieurausbildung rundet das Thema „ganzheitliche Führung“ das Angebot ab.


 


Digitale Transformation in der Industrie I / II

Diese Vorlesung vermittelt ein grundlegendes Verständnis zur digitalen Transformation der Produktion und den digitalisierten Prozessen innerhalb der Produktion, typische Praxisprobleme sowie Modelle, Methoden und Abläufe um diese zu lösen. Die Studierenden …

  • verstehen in welchen Ebenen welche Daten anfallen, wie sich diese unterscheiden und wie diese erhoben werden.
  • kennen typische Methoden der Auswertung von Daten, sowie deren Vor- und Nachteile.
  • verstehen die grundlegend relevanten Wirkbeziehungen zwischen Datenerfassung, - auswertung und Nutzung der Daten zur Erzielung gewünschter Effekte.
  • kennen die typischerweise eingesetzten IT-Werkzeuge, ihre Funktionsumfänge und Anwendungsschwerpunkte.
  • verstehen die Faktoren, die zur erfolgreichen Umsetzung der digitalen Transformation nötig sind.

Die Integration von Praxisbeispielen anhand verschiedener Weltmarktführer, wie HOMAG, Arburg, Schmalz und Fischer fördert das Verständnis für die theoretischen Methoden, Werkzeuge und Vorgehensweisen.

 

Energetische Optimierung der Produktion I / II

Auszug aus den Inhalten der Vorlesung:

I. Einführung, Rahmenbedingungen und Potenziale in Deutschland       

  • Nationale und internationale Treiber – rechtliche Grundlagen (für eine energetische Optimierung in der Industrie)
  • Die deutsche Industrie – Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Effizienzpotenziale
  • Lastmanagement und Flexibilitätspotenziale

II.   Methoden und Instrumente zur energetischen Optimierung  

  • Organisatorische Ansätze zur Energetischen Optimierung (Energie- und Umweltmanagementsysteme, E-Audits, Energienetzwerke

  • Energie- und Ressourcenwertstrom

  • Datenanalyse (inkl. Anwendungsbeispiel)

  • Modellierung, Simulation und Optimierung des Energieverbrauchs

  • Anwendungsbeispiel Simulation und Optimierung des Energieverbrauchs

  • Standardisierung, Finanzierung und Wirtschaftlichkeitsberechnung von EE-Investitionen

  • Praxisbeispiel Energiemanagement / Finanzierung

  • NegaWatt@Home, Rebound

III. Technologien

  • Abwärmenutzung und Einsatz erneuerbarer Energien

  • Energetische Optimierung von Industriegebäuden

  • Einsatz von KWK

  • Einsatz von Stromspeichern, Sicherung von Spannungsqualität und Netzrückwirkungen

  • Intelligente Prozesskälteversorgung

  • Intelligente Druckluftversorgung

IV. Systemintegration

  • Industrial Smart Grid und Energieorientierte PPS

  • Integrierte Fabrik- und Energiesystemplanung

  • Gleichspannung in der Produktion

  • Praxistermin Laborbesuch Vilama, intelligente Druckluft

Energieeffizienz, Automatisierung und Digitalisierung – Praxisbeispiel

 

Schlüsselqualifikation Führung und Management

Sie bekommen die besondere Rolle von Führungskräften vermittelt, erhalten einen Überblick über die Methoden und Werkzeuge der Unternehmensführung und verstehen die Unternehmensorganisation und -kultur als Hebel für die Umsetzung der strategischen und wirtschaftlichen Unternehmensziele.

Sie erlernen die Bedeutsamkeit von Kommunikation, Mitarbeiter-Motivation und Mitarbeiter-Engagements.

Sie verstehen die Anforderungen zur Steuerung der Leistungserbringung und Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, auch über verschiedene Standorte, Zeitzonen und Organisationsformen hinweg.


Sustainability/ Nachhaltgkeit in High-Tech Unternehmen I / II

Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg stehen nicht im Widerspruch. Das beweisen die Unternehmen im Schwarzwald seit Jahrzehnten. Die Vorlesung zeigt, warum und wie der Dreiklang aus Ökonomie, Ökologie und sozialem Engagement bei den beiden Weltmarktführern funktioniert – und welche Vorteile sich daraus für Kunden, aber auch für die Mitarbeiter und die Gesellschaft ergeben. Lernen Sie Strategien und konkrete Werkzeuge rund um das Thema Nachhaltigkeit kennen. Der Geschäftsführer Dr. Kurt Schmalz berichtet aus der Praxis und zeigt anhand zahlreicher Beispiele auf, wie Nachhaltigkeit in die Gesamtstrategie eines Unternehmens eingebettet wird. Interessante Exkursionen zu den Mitgliedsfirmen des Campus Schwarzwald runden die Vorlesung ab.

Diese Vorlesung vermittelt ein grundlegendes Verständnis zum Nachhaltigkeitsmanagement von Produktionsunternehmen. Typische Praxisprobleme sowie Modelle, Methoden und Abläufe um diese zu lösen werden ebenso vermittelt. Die Studierenden

  • verstehen Beschreibungs- und Erklärungsmodelle nachhaltiger Wertschöpfung und –gestaltung, können diese anwenden und kennen ihre Anwendungsgrenzen.

  • kennen typische Gestaltungsfehler des Nachhaltigkeitsmanagements und beherrschen die verbreiteten Modelle zur Analyse und Gestaltung.

  • kennen die typischerweise eingesetzten IT-Werkzeuge, ihre Funktionsumfänge und Anwendungsschwerpunkte.

  • verstehen die Faktoren, die die Nachhaltigkeit eines produzierenden Unternehmens und die Einführung eines auf Nachhaltigkeit ausgelegten Managements beeinflussen und wissen, wie bei der Einführung vorzugehen ist.

Die Integration von Praxisbeispielen bei verschiedenen Unternehmen fördert das Verständnis für die theoretischen Methoden, Werkzeuge und Vorgehensweisen.


Strategien der Produktion

In dieser Vorlesung werden ausgewählte technisch und organisatorisch orientierte strategische Ansätze vorgestellt, denen heute eine entscheidende Bedeutung bei der Reaktion auf und Gestaltung der Veränderungen zukommt. Mit Hilfe dieser Ansätze wird ein neuer Weg zu einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie aufgezeigt, der die strukturelle Entwicklung der Produktion in die Unternehmensstrategie einbindet. Im allgemeinen Teil (Vorlesung 1-4) werden Rahmenbedingungen produzierender Unternehmen dargestellt sowie Grundlagen der strategischen Planung im industriellen Unternehmen erörtert. In den Vorlesungen 5-7 werden verschiedene unternehmensstrategische Ansätze produzierender Unternehmen und deren Auswirkungen vertieft behandelt. Die Vorlesungen 8 bis 10 fokussieren auf Produktionsstrategien im gesamtunternehmerischen Kontext. Abschließend behandeln die Vorlesungen 11 und 12 die Umsetzung von Strategien


Auftragsmanagement I

Diese Vorlesung vermittelt ein grundlegendes Verständnis zur Ablaufplanung und -steuerung von Produktionsunternehmen, typische Praxisprobleme sowie Modelle, Methoden und Abläufe um diese zu lösen. Die Studierenden …

  • verstehen Beschreibungs- und Erklärungsmodelle des logistischen Systemverhaltens, können diese zur Logistikanalyse und -gestaltung anwenden und kennen ihre Anwendungsgrenzen.
  • kennen typische Gestaltungsfehler im Auftragsmanagement und beherrschen die zentralen Modelle zur ganzheitliche Analyse und Gestaltung.
  • verstehen die grundlegend relevanten Auftragsmanagement-Funktionen und -Methoden und können die Wirkbeziehungen auf das Logistikverhalten analysieren.
  • kennen die typischerweise eingesetzten IT-Werkzeuge, ihre Funktionsumfänge und Anwendungsschwerpunkte.
  • verstehen die Faktoren, die die AM-Gestaltung und -Einführung beeinflussen und wissen, wie bei der Einführung vorzugehen ist.

Die Integration von Praxisbeispielen fördert das Verständnis für die theoretischen Methoden, Werkzeuge und Vorgehensweisen.

 

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