23.08.19

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Wir sind eingezogen

Das Campus Schwarzwald Team hat bereits im August die Büros im 2. OG bezogen, und auch die übrigen Räume sind nahezu fertig.

Mit dem Campus Schwarzwald auf dem ehemaligen Gelände der EnBW in der Herzog-Eberhard-Straße in Freudenstadt wird für die Region Schwarzwald ein Zentrum für Lehre, Forschung und Technologietransfer der Maschinenbau- und produzierenden Industrie mit den Themengebieten Digitalisierung, FühruWng und Nachhaltigkeit geschaffen. Ziel ist es, für Studenten der Universität Stuttgart ein Studienangebot auf Masterniveau anzubieten sowie ein Lehr- und Entwicklungslabor für Digitalisierung, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion zu entwickeln und erfolgreich zu etablieren.

Getragen wird das Projekt von Unternehmen der Region, dem Landkreis der Stadt Freudenstadt sowie der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald (IHK). Verantwortlich für Aufbau und Betrieb des Campus ist das "Centrum für Digitalisierung, Führung und Nachhaltigkeit Schwarzwald gGmbH". Bauherr und Investor ist die Immobiliengesellschaft der Kreissparkasse Freudenstadt.

Bereits Ende Juli konnte der Geschäftsführer Stefan Bogenrieder mit seinen Mitarbeitern – Laborleiter Tobias Riethmüller, Julia Kläger, zuständig für Marketing und Kommunikation, und Software-Entwickler Phani Vadde – die Büros im sanierten Bestandsgebäude beziehen. Noch ist nicht alles fertig. Es fehlt das Mobiliar für Seminarräume und Share-Desk-Büros (Büros für die flexible Belegung von Arbeitsplätzen) sowie die komplette Medienausstattung. Nahezu fertig sind die Konferenzhalle im Neubau und die neue Maschinenhalle samt Labors für Maschinen und Anlagen der Kooperationspartner. Mit den Vorlesungen im Spezialisierungsfach "Digitalisierte und nachhaltige Wertschöpfung" auf Masterniveau hat der Campus Schwarzwald vor einem Jahr an der Universität Stuttgart begonnen. Ab kommendem Semester werden die Studenten in Freudenstadt in Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie Führung und Management unterrichtet. Insgesamt 40 Anmeldungen liegen bereits vor.

Die Studenten können dann in Freudenstadt, wie der Geschäftsführer betont, auch ihre Studienarbeiten und ihre Masterarbeit erledigen und als Werksstudent oder Hilfswissenschaftler arbeiten. Angereichert werden die Vorlesungen durch praxisnahe Firmenbesuche. Denn die Ziele des Campus sind klar: Die Studierenden möglichst schnell ins Arbeitsleben einzuführen und sie für die Firmen in der Region zu begeistern.

Betreut werden die Studenten in Freudenstadt von einem Stiftungsprofessor samt Mitarbeitern. Weil sich jeder Hochschulstudent zwei Spezialfächer aussuchen muss, denkt man am Campus Schwarzwald über ein zweites Angebot nach. Stefan Bogenrieder freut sich, dass er für vier beantragte Forschungsprojekte Zusagen erhalten hat, darunter das vom Wirtschaftsministerium geförderte 5G-Projekt, das ausloten soll, wie sich diese Technologie von kleinen und mittelständischen Unternehmen effizient nutzen lässt. Dafür wird der Campus mit einem eigenen, nach außen hin abgeschotteten, Indoor-5G-Netz ausgestattet.

"Wir wollen weitere Unternehmen dazu animieren, mitzumachen", macht Geschäftsführer Bogenrieder deutlich. Er möchte den Campus auch für Gründungswillige und Jungunternehmer öffnen, die sich einzelne Arbeitsplätze oder ganze Büros anmieten und Labors sowie Maschinen des Campus nutzen können, um eine Idee marktreif zu machen. Letzteres gilt auch für eine berufsbegleitende Weiterbildung von Mitarbeitern in Unternehmen. Vielleicht wird es auch bald ein berufsbegleitendes Masterstudium am Campus geben. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit einer Hochschule wurde bereits abgeschlossen, verrät Bogenrieder.

Um Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen, steht im Campus modernste digitale Technik zur Verfügung. Das Thema Nachhaltigkeit wird nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt: mit einer intelligent gesteuerten LED-Beleuchtung und einer Holz-Hackschnitzel-Heizung samt gasbetriebenem Blockheizkraftwerk.

 

Quelle: Doris Sannert, 23.08.2019, Schwarzwälder Bote

 

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