Ein Beitrag, der passt – Unser neues Kooperationsmodell

02.07.2025

Ein Beitrag, der passt – Unser neues Kooperationsmodell

Rückblick

In den bisherigen Blogbeiträgen haben wir die Neuausrichtung des Campus Schwarzwald Schritt für Schritt dokumentiert: von der Neudefinition unserer Mission & Vision (Blog 1), über unsere neue Organisationsstruktur (Blog 2), bis hin zu den Kompetenzfeldern (Blog 3) und unserem neuen Leistungsportfolio (Blog 4).
Was bislang fehlte: die finanzielle Grundlage dieser Zusammenarbeit – unser Kooperationsmodell.

Warum wir über Geld sprechen müssen

Die vergangenen Monate waren für viele unserer Partner wirtschaftlich herausfordernd. Die anhaltende Rezession, Unsicherheit bei Investitionen und steigende Kosten haben nicht nur das Tagesgeschäft beeinflusst, sondern auch die Zusammenarbeit im Netzwerk. Manche unserer Partner mussten ihr Engagement einschränken oder sogar ihre Mitgliedschaft beenden.

Wir haben diese Signale ernst genommen. Denn als Campus verstehen wir uns nicht nur als inhaltlicher Impulsgeber, sondern auch als verlässlicher Partner – gerade in schwierigen Zeiten. Deshalb haben wir nicht nur unser Leistungsportfolio weiterentwickelt, sondern auch die finanzielle Seite unserer Zusammenarbeit grundsätzlich neu gedacht.

Ziel war es, unsere Partner finanziell spürbar zu entlasten – und insbesondere denen, die andernfalls hätten austreten müssen, den Verbleib im Netzwerk zu ermöglichen. Uns war klar: Auch wir als Campus müssen dafür ein finanzielles Risiko eingehen. Denn die Kooperationsbeiträge sind ein zentraler Bestandteil unserer Finanzierung. Mit dem neuen Modell senden wir daher eine klare Botschaft: „Wir haben verstanden – und wir stehen an eurer Seite.“


Was wir gelernt haben

Unser bisheriges Modell – ein einheitlicher Beitrag für alle Unternehmen – funktionierte lange gut. Doch zuletzt zeigten sich klare Grenzen:

Kleinere Unternehmen konnten unsere Angebote oft nicht im vollen Umfang nutzen. Nicht aus Desinteresse, sondern weil ihnen schlicht die personellen Ressourcen fehlten, um Projekte anzustoßen oder strategische Potenziale gemeinsam mit uns zu identifizieren. 

Größere Unternehmen wiederum wünschten sich eine differenziertere Darstellung der konkreten Gegenleistungen – etwa um im eigenen Unternehmen gezielt Anknüpfungspunkte zu identifizieren oder das Campus-Angebot intern sichtbar zu machen. Das führte dazu, dass vorhandene Potenziale ungenutzt blieben.

Mit unserem neuen Kooperationsmodell begegnen wir diesen Herausforderungen auf zwei Ebenen:

  • Durch eine flexible Beitragsstaffelung, die sich stärker an den tatsächlichen Ressourcen und dem möglichen Engagement unserer Partnerunternehmen orientiert.
  • Und durch eine klare Zuordnung von Leistungen zu den einzelnen Tarifstufen – ergänzt um neue Formate (siehe Blog 4), die Partnern unabhängig vom Beitrag konkrete Mehrwerte bieten.

Unser Ziel war klar

Wir wollten ein Modell schaffen, das spürbar entlastet – aber nicht kürzt, sondern ausbaut.
Jedes Unternehmen soll künftig mindestens 50 % sparen können – ohne Leistungsverlust.
Und selbst wer künftig mehr Leistung bezieht als vorher, soll im neuen Modell mindestens 20 % weniger zahlen als bisher.


Die Lösung: Ein neues 3-stufiges Kooperationsmodell

Unser neues Modell führt drei Kooperationsstufen ein – angepasst an die wirtschaftliche Lage, die strategischen Ziele und das Engagement unserer Partnerunternehmen.

Basistarif: Dabei sein, Trends aufnehmen

Der Basistarif richtet sich an kleinere Unternehmen – nicht zwingend mit geringem Umsatz, sondern mit begrenzten personellen oder zeitlichen Ressourcen. Für viele ist es schlicht nicht möglich, regelmäßig Projekte mitzugestalten oder sich strategisch einzubringen. Der Fokus liegt daher auf dem Zugang zu Wissen, Netzwerken und Austauschformaten – ohne hohe Einstiegshürden.

Standardtarif: Mittendrin – und mit echtem Mehrwert

Der Standardtarif spricht mittelständische Unternehmen an, die den Campus gezielt nutzen möchten – zur Weiterentwicklung ihrer Strategie und Organisation, für gezielte technologische Entwicklungen oder zur Initiierung von Kooperationen. Durch ihre aktive Beteiligung erhöhen sie den eigenen Nutzen spürbar – und gestalten zugleich die thematische Ausrichtung des Campus mit.

Premiumtarif: Skalieren, ausrichten, Zukunft sichern

Im Premiumtarif nutzen Unternehmen den Campus besonders intensiv – sei es zur gezielten Nachwuchsförderung, für umfangreichere Beratungs- oder Transferprojekte oder zur aktiven Steuerung strategischer Themen im Netzwerk. Sie profitieren dabei von skalierbaren Leistungen, abgestimmt auf die eigene Unternehmensgröße und Ausrichtung.


Was ist in welchem Tarif enthalten – und warum?

Basistarif: Zugang schaffen, Teilhabe ermöglichen

Für kleinere Unternehmen oder Partner mit begrenzten Ressourcen. Der Fokus liegt auf Netzwerkzugang und punktueller Beteiligung.

Leistungsumfang:

  • Teilnahme an moderierten Erfahrungsaustauschen und Netzwerkveranstaltungen
  • Mitwirkung an öffentlich geförderten Innovationsprojekten
  • Nutzung von Seminar- und Meetingräumen sowie Laborfläche
  • Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit & Sichtbarkeit im Netzwerk
  • Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung (z. B. über den Talentpool)

Standardtarif: Strategisch kooperieren, gezielt profitieren

Für Unternehmen mit klarer Innovationsstrategie. Hier geht es um gezielte Weiterentwicklung – mit Zugang zu Beratung, Technologiebriefings und neuen Formaten.

Zusätzlich zu Basistarif:

  • Zugang zu regelmäßigen „Technology Push“-Briefings
  • Teilnahme an Managed Innovation Events
  • 1 kostenfreier Smart Check pro Jahr (Wert bis 10.000 €)
  • Förderberatung & Antragsscreening
  • Teilnahme am Start-up-Radar
  • 12,5 % Nachlass auf alle Beratungsleistungen
  • Gemeinsame Marketingkampagnen
  • Veto-Recht bei Aufnahme neuer Mitglieder (Wettbewerbsschutz)

Premiumtarif: Verantwortung übernehmen, Zukunft gestalten

Für Unternehmen, die den Campus als skalierbaren Kooperationspartner nutzen möchten – mit Fokus auf Nachwuchssicherung, strategische Themen und individualisierte Leistungen.

Zusätzlich zu Standardtarif:

  • 2 kostenfreie Smart Checks pro Jahr (Wert bis 20.000 €)
  • 25 % Nachlass auf alle Beratungsleistungen
  • Zugang zum NextGenSquad (Nachwuchsförderung)

Leistungsumfang:

  • Teilnahme an moderierten Erfahrungsaustauschen und Netzwerkveranstaltungen
  • Mitwirkung an öffentlich geförderten Innovationsprojekten
  • Nutzung von Seminar- und Meetingräumen sowie Laborfläche für Use Cases
  • Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarkeit im Campus-Netzwerk
  • Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung (z. B. über Talentpool oder Veranstaltungen)

Was bedeutet das konkret?

Jedes Unternehmen kann mindestens 50 % sparen – ohne Leistungsverlust. Und selbst wer künftig mehr Leistung bezieht als vorher, zahlt im neuen Modell immer noch mindestens 20 % weniger als bisher.
Wir haben ein Modell geschaffen, das besser passt, stärker entlastet – und mehr ermöglicht:

Die Staffelung orientiert sich dabei am Umsatz und dem gewünschten Engagement – nicht an pauschalen Kategorien. So können Unternehmen selbst entscheiden, wie intensiv sie den Campus nutzen – und was sie dafür zahlen möchten.

Die folgende Grafik macht das sichtbar:


Was heißt das für unsere Mitglieder?

  • Kleinere Unternehmen können nun deutlich günstiger Mitglied sein und erhalten Zugang zu den wichtigsten Netzwerk- und Austauschformaten – mit geringerer Einstiegshürde und überschaubarem Ressourceneinsatz.
  • Mittelständler profitieren von einem deutlich ausgebauten Leistungsportfolio (inkl. Beratung, Smart Checks, Technologietrends) – und das zu einem spürbar geringeren Beitrag als bisher.
  • Große Unternehmen erhalten bessere Möglichkeiten, die Campus-Leistungen ihrem Bedarf entsprechend skaliert zu nutzen – etwa durch den gezielten Einsatz von Nachwuchskräften im NextGenSquad oder durch zusätzliche Transferformate.

Was bedeutet das für den Campus?

Die Summe aller Kooperationsbeiträge sinkt – je nach Wahl der Mitglieder – um deutlich über 50 %. Das ist ein bewusstes Risiko. Es zeigt, dass wir den Campus nicht nur als Dienstleister, sondern als echte Partnerschaft verstehen. Diese Lücke werden wir über Effizienzgewinne, neue Dienstleistungen und gezieltes Wachstum schließen.

Es ist auch ein Zeichen des Vertrauens: in unsere Partner – und in die Wirkung unserer Arbeit.


Unser Anspruch: Gemeinsam stark bleiben

Wir wissen: Wirtschaftlich schwierige Zeiten sind kein einfacher Moment für eine Neuausrichtung. Aber genau dann braucht es klare Angebote, starke Netzwerke – und faire Partnerschaftsmodelle.

Unser neues Kooperationsmodell ist unser Beitrag dazu.

Wir setzen auf Vertrauen, Verbindlichkeit – und eine gemeinsame Vision:
Die Innovations- und Zukunftsfähigkeit des industriellen Mittelstands nachhaltig zu sichern.