„RobotikLänd“ im Landtag übergeben 

02.02.2026

„RobotikLänd“ im Landtag übergeben 

Campus Schwarzwald setzt Impuls für eine starke Robotik-Zukunft aus Baden-Württemberg


Mit der Übergabe des Strategiepapiers „RobotikLänd“, am 28.01.2026 im Landtag von Baden-Württemberg, hat der Campus Schwarzwald heute einen wichtigen industriepolitischen Impuls gesetzt. Ziel der Initiative ist es, aus Baden-Württemberg heraus ein offenes, europäisch anschlussfähiges Robotik-Ökosystem aufzubauen, bevor sich globale Plattformmärkte dauerhaft verfestigen.

RobotikLänd verbindet die Innovationskraft des Schwarzwalds mit modernster Robotik – ein Impulsgeber für die Industrie von morgen“, betont Dr. Ronald Mihala (fischerwerke) und unterstreicht damit den regionalen Ursprung und den industriellen Anspruch der Initiative.

Die Robotik- und Automatisierungsindustrie steht vor einer tiefgreifenden Transformation: Wertschöpfung verschiebt sich rasant von Hardware hin zu Software, KI und digitalen Plattformen. Entwicklungen, die die baden-württembergische Automobilindustrie bereits erlebt hat, drohen nun auch in der Robotik.

Die Wertschöpfung in der Robotik verschiebt sich rasant von der Hardware zu den Plattformen. Wir haben nur ein kurzes Zeitfenster, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, warnt Dr. Kurt Schmalz (J. Schmalz GmbH).

Während China staatlich koordiniert Robotik-Ökosysteme aufbaut und die USA geschlossene Plattformen über Big Tech etablieren, droht Europa erneut in eine nachgelagerte Rolle zu geraten.


RobotikLänd: Aus dem Schwarzwald für Baden-Württemberg

RobotikLänd wurde vom Campus Schwarzwald initiiert und entwickelt. Die Initiative versteht sich ausdrücklich als landesweite Wachstumsplattform, die auf den industriellen Stärken Baden-Württembergs aufbaut und schrittweise in die Fläche getragen werden soll.

Mit RobotikLänd sichern wir Robotik-Wertschöpfung und technologische Souveränität in Baden-Württemberg und Europa, bevor sich außereuropäische Plattformen verfestigen. Unser industrielles Anwendungswissen übersetzen wir dabei konsequent in offene, skalierbare digitale Wertschöpfung“, erklärt Stefan Bogenrieder (Campus Schwarzwald).


Starke industrielle Basis und klare Bedarfe

Baden-Württemberg verfügt über eine europaweit einzigartige industrielle Ausgangslage: Weltmarktführer wie Schmalz, Festo, Trumpf, Arburg, Dürr oder HOMAG, eine hohe Dichte an Anwendungswissen sowie exzellente Forschungseinrichtungen bilden das Fundament für RobotikLänd.

Im Möbel- und Hausbau steigen die Bedarfe an Automatisierungslösungen kontinuierlich an – sowohl in der Industrie als auch im Handwerk. Daher unterstützt die HOMAG ausdrücklich die Initiative RobotikLänd“, sagt Dr. Daniel Schmitt (HOMAG AG).


Vom Anwendungswissen zur digitalen Wertschöpfung

RobotikLänd macht Robotik und KI für Mittelstand und Handwerk konkret nutzbar. Dezentrale Roboter-TestLabs qualifizieren Fachkräfte und ermöglichen praxisnahe Erprobung. Der Automation Navigator BW senkt Einstiegshürden, indem er Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Robotiklösungen belastbar bewertet.

Kern der Initiative ist der offene, herstellerneutrale Cognitive Core – eine modulare KI-Plattform, auf der Unternehmen digitale Skills und Anwendungen entwickeln und skalieren können.

Davon profitieren auch Startups und junge Technologieunternehmen:
Durch die Verbindung von digitaler und physischer Welt entsteht eine komplett neue Wertschöpfung. Um daran zu partizipieren, muss der Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte deutlich beschleunigt werden. Für Startups entsteht so die Möglichkeit, usecase-basiert und über den produzierenden Mittelstand in den Markt zu kommen. Deshalb freuen wir uns mit NXTGN, Teil von RobotikLänd zu sein“, erklärt Adrian Thoma (NXTGN).


Industrie bereit – jetzt braucht es Rückenwind

Zahlreiche mittelständische Unternehmen und Industrie-Champions haben ihre Beteiligung bereits zugesagt und mit Letters of Intent belegt. Sie sind bereit zu pilotieren, zu investieren und das Ökosystem aktiv mitzugestalten. Technologie, Forschung und industrielle Bereitschaft sind vorhanden.

Die Übergabe des Papiers im Landtag markiert den Startpunkt für RobotikLänd: aus dem Schwarzwald heraus, landesweit wachsend und mit europäischer Perspektive.

Mit RobotikLänd überführt der Campus Schwarzwald technologisches Know-how in marktfähige, digitale Wertschöpfung – für Baden-Württemberg und darüber hinaus.


Foto von links: Dr. Ronald Mihala (Geschäftsführung Forschung und Entwicklung – fischerwerke), Adrian Thoma (Geschäftsführer NXTGN), Katrin Schindele MdL, Stefan Bogenrieder (Geschäftsführer Campus Schwarzwald), CDU-Fraktionsvorsitzender Manuel Hagel MdL, Dr. Kurt Schmalz (geschäftsführender Gesellschafter – J. Schmalz GmbH), Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Dr. Daniel Schmitt (Vorstandsvorsitzender – HOMAG Group AG); Bildrechte Marcel Ditrich