
10.07.2026
PKI in der Automatisierungstechnik
Was braucht es, damit digitale Maschinenidentitäten in der Praxis funktionieren?
Genau darüber haben wir am 8. und 9. Juli 2026 beim Campus Schwarzwald diskutiert.
Die vierte Ausgabe von „PKI in der Automatisierungstechnik“ hat gezeigt: Die technischen Grundlagen sind vorhanden. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, Standards, bestehende Anlagen, Betriebsprozesse und unterschiedliche Verantwortlichkeiten sinnvoll zusammenzubringen.
Besonders wertvoll war deshalb der direkte Austausch zwischen Geräteherstellern, Anlagenbetreibern, Forschung, Softwareanbietern und Integratoren.
Diskutiert wurden unter anderem:
👉🏼 digitale Geräteidentitäten mit IDevIDs und LDevIDs
👉🏼 automatisiertes Onboarding in industriellen Netzen
👉🏼 Zertifikatsmanagement über den gesamten Maschinenlebenszyklus
👉🏼 TPM-basierte Ansätze und Geburtszertifikate für Geräte
👉🏼 der Einsatz von PKI in segmentierten und heterogenen OT-Umgebungen
👉🏼 Open Source, regulatorische Anforderungen und industrielle Praxistauglichkeit
Ein konkreter Einblick in die Umsetzung entstand durch den gemeinsamen Proof of Concept von Trustpoint und Belden Inc. zum Zero-Touch-Onboarding.
🚀 Unser wichtigstes Fazit: PKI darf in der Industrie kein isoliertes Spezialthema bleiben. Damit sichere Maschinenkommunikation skalierbar wird, müssen Identitäten und Zertifikate von Anfang an als Teil des Betriebs- und Lebenszykluskonzepts mitgedacht werden.
Vielen Dank an alle Referierenden,
👤 Guillaume Crinon | Keyfactor & Infineon Technologies
👤 Markus von Detten | achelos GmbH
👤 Daniel Bitzer und Markus Dormann | ifm
👤 Axel Sikora | Hochschule Offenburg
👤 Jan Altenberg | Open Source Automation Development Lab (OSADL) eG,
Partner und Teilnehmenden für die offenen Diskussionen, kritischen Fragen und vielen Impulse.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Forschungsprojekts Trustpoint statt.