29.09.20

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Die Mitgliedsfirmen des Campus Schwarzwalds nutzen den Digitalisierungsschub proaktiv

Am 16. und 17. September fand der erste Online Innovation Hackathon am Campus Schwarzwald statt.

Am 16. und 17. September fand der erste Online Innovation Hackathon am Campus Schwarzwald statt.  Neben dem Campus waren Pioniergeist aus Stuttgart und Baden Campus aus Breisach Initiatoren. Die Teams aus den regionalen Unternehmen ARBURG, Bürkle, fischer und Schmalz haben sich der Innovation Challenge: Wie halten wir den Digitalisierungsschub durch Corona aufrecht und nutzen ihn in der Zukunft proaktiv und systematisch zu unserem Vorteil? gestellt.Begleitet wurden die Teams während der zwei Tage durch fachliche Inputs, Mentoring und Coaching.

Das online Programm basiert auf dem Grundgedanken „Startup als universelles Lösungsprinzip“ und gibt etablierten Unternehmen die Möglichkeit, unter denselben Bedingungen wie erfolgreiche Startups zu agieren.  Was zeichnet ein erfolgreiches Startup aus? Es ist i.d.R. ein kleines aber hoch performantes Team, welches vor einer riesigen Herausforderung steht, die es mit sehr knappen Ressourcen zu lösen gilt.

Die Unternehmen der Region Schwarzwald stehen nicht nur durch die anhaltende Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen. Das schnelle Voranschreiten der Digitalisierung erfordert neue Kompetenzen aller Mitarbeiter eines Unternehmens sowie eine Innovationskultur, die in einer sich schnell veränderten, kundenorientierten Welt weit über die eigenen Stärken in Forschung und Entwicklung hinausgeht. Gleichzeitig wollen die Unternehmen attraktiv für Ihre Mitarbeiter sein und interessante Perspektiven bieten, was in Zeiten des demografischen Wandels und der Urbanisierung keine leichte Aufgabe ist.

Jedoch hat die Corona-Pandemie die Wirtschaft zum kurzfristigen Handeln angeregt, um weiterhin am Markt bestehen zu können. „Digitalisierungsprozesse, welche vor Corona eine monatelange Vorlaufzeit und Planung beanspruchten, mussten aufgrund der akuten Lage in wenigen Tagen realisiert werden. Dieser Digitalisierungsschub wurde gemeinsam mit den Unternehmen genutzt“, so Stefan Bogenrieder, Geschäftsführer des Centrums für Digitalisierung, Führung und Nachhaltigkeit (Campus Schwarzwald). Die Innovation Challenge des ersten Online Hackathons beschäftigte sich daher mit dieser gemeinsamen Herausforderung.

 

Wie lief der online Innovation Hackathon konkret ab?
Die Unternehmen der Region stellten jeweils firmeneigene, gemischte Teams, aus drei bis vier Personen zusammen, welche im Verlauf des Innovation Hackathons erste innovative Lösungsansätze erarbeiteten. Die Teammitglieder bestanden aus Auszubildenden, DH-Studenten und Mitarbeitern der Unternehmen.  

Ziel des ersten Tages war, die Teams mussten eine interne oder externe Digitalisierungsherausforderung im eigenen Unternehmen identifizieren und mittels Kundeninterviews validieren. Darauf aufbauend entwickelten sie einen ersten Lösungsansatz, der als Pretotype ("Pretend-to-be-Prototype") umgesetzt wurde. Das Pretotyping ist eine Methode, um Produktideen schnell und mit wenig Aufwand direkt an echten Kunden zu verproben. 

Am darauffolgenden Tag wurde der Pretotype an Kunden getestet und ein sogenannter Pitch erstellt. Durch das Pitch Coaching am Nachmittag wurden die Teams auf den bevorstehenden Learning-Pitch vorbereitet, um die Idee vor einer ausgewählten neutralen Jury zu präsentieren. Ziel dieser Pitches war es, die Performance noch weiter auszubauen. Denn den Teams steht noch ein betriebsinterner Pitch vor einem Entscheidungsgremium bevor, welches über eine Fortführung der Idee entscheiden wird.

Die zwei Tage fanden komplett online statt und beinhalteten individuelles Mentoring, Working Sessions, Live-Streams und Gruppendiskussionen mit anderen Teams.

 

Welcher Wert entstand für die Unternehmen?

Die Teilnahme am remote Workshop sollte insbesondere digitale und innovative Arbeitsweisen vermitteln, die Mitarbeiter der Unternehmen intrinsisch motivieren, Azubis und DH-Studenten integrieren und ihnen gemeinsam mit den High-Potentials die Möglichkeit bieten, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen.

„Wir sind froh, dass wir ein so einzigartiges Innovations-Ökosystem, gemeinsam mit unseren Partnern, durchführen durften. Nicht nur bei unseren Industriepartner stieß dieses Programm auf große Resonanz. Die Unternehmen haben den Mehrwert durch dieses Programm wahrgenommen und somit nicht nur ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Zeiten von Corona, Wertschätzung und Anerkennung durch die Teilnahme zum Ausdruck gebracht, sondern haben bewusst die Kompetenzen und Werte in Ihren Unternehmen geschärft“, so Stefan Bogenrieder.

 

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